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Experimentalbühne im E-Werk

heute: 26.06.2019, 04:57 Uhr

diese Produktion ist abgespielt!
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Experimentalbühne im E-Werk

Freiburger Schauspielschule / FSS


inszenierung

Die Konzeption – das Experiment auf der Bühne

Die Grundidee: lässt sich Schillers großer Bühnen-Klassiker MARIA STUART in einer Minimalversion umsetzen? Und wenn ja, wie?

Fünf Figuren bleiben übrig, wenn man das große Werk auf seinen Kern herunterbricht. Der Originaltext wurde um die Hälfte gestrichen.

Um eine inhaltliche Verdichtung zu erreichen wurden Texte von „entlassenen Rollen“ auf die verbleibenden Figuren umgelegt, wenn sie in den Aussagen zu diesen Figuren passten.

Die Bühne ist ein scheinbar geschlossener Raum, die Figurengruppe bildet eine „Geschlossene Gesellschaft“. Alle Beteiligten sitzen in einem Boot. Was sie miteinander verbindet ist das gemeinsame Dilemma: Zwei Königinnen streiten um einen Thron; eine von ihnen muss sterben. Ein Mann mit zwei Gesichtern steht zwischen ihnen: Schon Schillers zentrale Gestalten Mortimer und Leicester zeigen ein eigenartiges Verhältnis zueinander. Mortimer ist historisch nicht belegt und auch Donizetti hat ihn in seiner Opern-Adaption schon unterschlagen.

Die These lautet also: Mortimer gibt es nicht. Mortimer ist eine Projektionsfläche für die Wünsche, Nöte und Sehnsüchte der beiden Königinnen. Maria braucht einen Befreier, und Elisabeth einen Handlanger. Gleichzeitig sehnen sich beide Frauen auch nach Liebe und Geborgenheit, auch dazu ist er das Objekt der Begierde.

Das Experiment

Wir befinden uns in Elisabeths Kopf: Ihre Gedankenwelt dreht sich um Maria Stuart, die Konkurrentin, die Feindin, die Freundin? Ihre Phantasien flirren zwischen Traum und Alptraum. Möglichkeiten werden durchgespielt, Abgründe – auch die eigenen – werden ausgelotet.

Die Spielweise erlaubt, dass alle Figuren immer aufeinander reagieren können. Alle sind immer anwesend, auch wenn die jeweiligen Rollen keinen Text für die stattfindende Szene haben und eigentlich nicht beteiligt sind.

Die verschiedenen Räume des Dramas sind hier überblendet: Figuren begegnen sich, wo sie sich sonst nicht begegnen würden – schon die Aussprache der Königinnen in Schillers Originalstück ist reine Behauptung (!)

Trotzdem gibt es keinen Ausweg aus dem Dilemma: was es braucht ist eine Entscheidung. So wird Schillers historisches Drama zum spannenden psychologischen Traumspiel.



 eine Produktion der
Experimentalbühne im E-Werk
 Ferdinand-Weiß-Str. 6a
 79106 Freiburg i. Brsg.

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